Jahreshauptversammlung 2018

Zur Jahreshauptversammlung des Diakonievereins Lanzendorf begrüßte Pfarrerin Almut Weisensee im Gemeindehaus Lanzendorf alle Anwesenden und freute sich, daß Herr Siegfried Philipp im Anschluß an die Versammlung, mit Bildern den Nachmittag verschönen wird. Besonders begrüßte sie den 1.Bürgermeister Gerhard Schneider sowie den 3.Bürgermeister und Seniorenbeauftragten Peter Aßmann, seinen Stellvertreter Hans Matussek und Frau Strößenreuther von der Zentralen Diakoniestation, die von der dortigen Arbeit berichtet.
Frau Weisensee freute sich über den überaus zahlreichen Besuch, denn kein Verein funktioniert ohne Mitglieder. Ohne Mitglieder wären unsere Seniorennachmittage ziemlich einsam und ohne dessen Unterstützung könnte die Diakoniestation manches nicht leisten, etwa auch mal zuhören, sich Zeit nehmen oder Sterbende begleiten oder dableiben, wenn es einem Patienten akut schlecht geht. Dafür stehen wir ja auch als Diakonieverein, dass wir die Kirchengemeinde unterstützen, dass sie ihren Beitrag dazu leistet, so Pfarrerin Weisensee.
 
Jahresbericht:
Der Diakonieverein Lanzendorf zählt gegenwärtig 126 Personen. Im vergangenen Jahr waren 2 Austritte, 6 Mitglieder sind verstorben und 1 Mitglied ist dazu gekommen.  In der Stille wurde an die Verstorbenen gedacht und auch für sie gebetet….

Frau Weisensee weiter: Der Verein freut sich  über jedes neue Mitglied und wir sagen vielen Dank für den Beitritt.
Der Diakonieverein hat, wie jedes Jahr, den Beitrag zur zentralen Diakoniestation geleistet. Eine wichtige Sache. Denn Leben ist mehr als „satt und sauber sein“, dazu gehört auch Gespräch, Kontakt, Beratung, seelischer Beistand oder einmal ein Gebet. Solche Dinge sind aber nur dann möglich, wenn wir unsere Beiträge leisten. Denn die Krankenkassen planen das bei ihrer Finanzierung nicht ein.
An diesem Punkt bin ich gespannt, so die 1. Vors., ob die neuen Pflegegrade, welche die Alltagstauglichkeit mit bedenken, die Situation für die Diakoniestation verbessern werden.
Frau Weisensee bedankt sich für alle finanzielle Unterstützung. Sie kommt einem guten Zweck zugute, und es können ja auch wir einmal diejenigen sein, die froh sind, wenn unsere Diakoniestation gut dasteht und deshalb gut pflegen kann.


Auch 2017 gab es wieder  viele interessante Unternehmungen. Das Jahr begann mit einem Vortrag von Hans Engelhardt: Die große, 300-jährige Geschichte einer Familie. Hier konnten wir Geschichte sozusagen hautnah verfolgen. Im März hatten wir dann im Gemeindehaus unsere Jahreshauptversammlung. Danach zeigte Siegfried Philipp Bilder aus dem Vereinsleben und bei selbstgebackenen Torten, Kuchen und Kaffee  konnten sich die Mitglieder stärken. Im April reisten wir dann mit Horst Kanwischer durch Franken mit dem Main. Im Mai unternahmen wir unseren ersten Ausflug des Jahres nach Oberwiesenthal. Wie in der guten alten Zeit durften wir per Schmalspurbahn mit Dampflok von Cranzahl nach Oberwiesenthal zockeln. Weiter ging die Fahrt nach Geyer im Erzgebirge zum Holzbildhauer. Hier werden Engel, Krippenfiguren, Pyramiden und vieles mehr hergestellt. Im Juni  besuchten wir die „St.Gallus Kirche“ in Zell, wo uns Adrian Roßner durch die Kirche führte. Mit einer Einkehr im Cafe Seestern am Weißenstädter See wurde der Nachmittag abge-rundet.  
Der Septemberausflug führte uns nach Oelsnitz in die Stadtkirche wo sich die größte Orgel des Vogtlandes befindet. Danach ging es nach Bad Elster in den Kurpark  und die letzte Station war Mödlareuth, das zweigeteilte Dorf, das auch Little Berlin genannt wird. Im Oktober ging es berlinerisch weiter mit einem Vortrag von Herrn Stelzer: „Berlin – vom Kaiser zur Kanzlerin“. Im November hielt Uwe Oetter vom Landratsamt Kulmbach den Vortrag: „Die Vollmacht – Vorsorge für Unfall, Krankheit und Alter“. Der letzte Seniorennachmittag fand  am Montag nach dem 1.Advent statt. Er schloss dann das Jahr mit einer Adventsfeier, verbunden mit einem Vortrag von Adrian Roßner zum Thema: „Rauhnächte – Aberglaube und Brauchtum“.

All dies wäre nicht möglich ohne den Ausschuss und viele andere, die mit zupacken.  Einen Dank möchte ich unserer 2. Vorsitzenden, Frau Aßmann, sagen. Sie ist voller Ideen, aktiv und fleißig und eine tüchtige Organisatorin, und das ist für mich eine riesige Entlastung. Besonders schön und immer gut angenommen sind auch die Ausflüge, die sie plant.

Ein Dank galt auch der Kassiererin Beate Schmidt für ihre exakte Buchführung  und der Schriftführerin Frau Hain. Sie ist akkurat, zuverlässig und ordentlich. Vielen Dank an Herrn Philipp, der uns immer die schweren Tische stellt  und das Frau Weig und Frau Kretzer zusammen mit Frau Hain  für Kaffee und Kuchen sorgen. Frischen Wind bringt unser jüngstes Ausschußmitglied  Frau Ingrid Schertel  herein und Herr Matussek uns trotz vieler Termine aus dem Hintergrund mit Rat und Tat zur Seite steht. Somit bin ich zufrieden und sehr dankbar für die gute Zusammen, so die 1.Vors. Frau Pfarrerin Almut Weisensee.

Aus dem Kassenbericht von Beate Schmidt wurde deutlich, dass das Vereinsjahr 2017 mit einem Plus abgeschlossen wurde. Heinz Pöhlmann der zusammen mit Reinhard Jahreis die Kasse prüfte, bescheinigte Beate Schmidt eine einwandfreie Führung der Vereinskasse. Die Entlastung wurde erteilt.

Regina Strößenreuther berichtete aus der Arbeit der Zentralen Diakoniestation, Bad Berneck. So wurden im letzten Jahr zwischen 170 und 191Personen versorgt, zusätzlich wurden  zwischen 21 bis 28 Pflegeberatungsbesuche gemacht.  Wir hatten 165 Zugänge und 154 Abgänge.Seit Juli 2016 sind wir 29 Mitarbeiterinnen. Neben der Pflegedienstleitung sind es 18 Pflegekräfte, leider konnten wir eine zusätzliche Stelle für eine Pflegefachkraft (notfalls auch für eine Pflegehilfskraft) nicht besetzen, da auf unsere Ausschreibungen keine Bewerbungen eingingen. Glücklicherweise hat sich kurz nach dem Ausscheiden einer Pflegefachkraft Ende Mai eine frühere Mitarbeiterin zum 01.07. wieder bei uns angefangen.

Zum 01.01.2017 trat das Pflegestärkungsgesetz II in Kraft. Die Pflegepersonen bekommen seitdem mehr Geld, z.B. im Pflegegrad 2 (früher Pflegestuf 1) über 200 € monatlich mehr. Viele unserer Kunden haben dann gleich Leistungen aufgestockt. Außerdem werden mehr Menschen eingestuft, so dass viele neue Pflegebedürftige von uns versorgt werden wollten. Die Entlastungsleistungen, die seitdem jedem mit einem Pflegegrad zustehen, wollten schlagartig von sehr vielen Kunden in Anspruch genommen nehmen. Das führte dazu, dass wir zeitweise keinen mehr aufnehmen konnten und können.

Ich bitte alle Mitglieder der Diakonievereine um Verständnis, dass wir bei der Aufnahme von Kunden nach dem Pflegestärkungsgesetz keine Unterschiede machen dürfen und Mitglieder der Diakonievereine nicht bevorzugen dürfen.
Außerdem können wir nur Kunden aufnehmen, wenn ein Patient ausscheidet, da sonst die Pflege aller Pflegebedürftigen nicht gesichert ist.
Wir müssen auch auf unser Personal Rücksicht nehmen, dass spätestens nach sechs Stunden eine gesetzliche Pause von 45 Minuten zusteht und das ja zur Spätschicht ab 15.45 Uhr wieder zum Spätdienst muss.
Strößenreuther dankte dem Verein für die finanzielle Unterstützung: „ Ohne die Unterstützung des Diakonievereins müssten die Mitglieder schneller arbeiten und das wäre für die Patienten weniger angenehm.“

Für 2018  sind folgende Unternehmungen geplant: Im April Vortrag mit dem Thema: Bluthochdruck mit Referent Dr. Herbert Mädl, Ausflug im Mai in den Bay.Wald zur Bad Kötztinger Bärwurzquelle und zur Wallfahrtskirche Weißer Regen. Im Juni besuchen wir einen Bio-Eierhof und die Kirche in Rugendorf. Der Herbstausflug führt uns nach Vierzehnheiligen, zu Wela und zur Confiserie A.Bauer in Lauenstein. Im Oktober machen wir eine „Wanderung zur Lüneburger Heide“. Mit einem Diavortrag wandern wir zu den Heideklöstern und zu sehenswerten Städten in der Heide.  Der letzte Seniorennachmittag endet mit der Adventsfeier und mit dem Vortrag von Adrian Roßner


Bürgermeister Gerhard Schneider war begeistert von dem attraktiven Jahresprogramm was der Diakonieverein seinen Mitgliedern bietet.
Er hält auch das gute Miteinander zwischen den hauptamtlichen und ehrenamtlichen Kräften in der Diakoniearbeit für sehr wichtig. „Es ist auch unser Anliegen, unsere älteren Menschen hier in unserer Gemeinde zu halten und ihnen auch Angebote zu machen. Der Diakonieverein leiste eine sehr, sehr gute Arbeit.“
Schneider erinnerte in diesem Zusammenhang auch an den Mobilitätsservice der Gemeinde Himmelkron, der von beiden Seniorenbeauftragten der Gemeinde, 3. Bürgermeister Peter Aßmann  und Gemeinderat Hans Matussek  angeboten werde: „Hier werde sehr viel gute Arbeit geleistet. Er forderte die Lanzendorfer und Gössenreuther Bürger und Senioren auf auch dieses Angebot der Gemeinde Himmelkron anzunehmen“.  

Im Anschluß gab es selbstgebackene Torten, Kuchen und Kaffee. Siegfried Philipp zeigte  Dias aus früheren Zeiten, was auch sehr gut bei den Mitgliedern ankam.
Da konnte man Bilder sehen,  da brauchte man erst einen Moment, um den oder die  zu erkennen. Dann realisiert man….WAS, DAS IST DER ODER DIE????
Ein völlig anderes Erscheinungsbild. Ja…...so war das vor ca 20 oder 30 Jahren…..